Chirurgie Cherrie
Chirurgie Cherrie ist ein interdisziplinäres Kollektiv aus Bielefeld, das seit 2020 die Schnittstellen von Clubkultur, Medienkunst und räumlicher Intervention untersucht. In Locations wie dem Nr.z.P., der Extra Blues Bar oder dem Potemkin schafft die Gruppe multisensorische Erfahrungsräume. Die visuelle Identität fungiert dabei als konsistente gestalterische Ebene, die Grafik, Objekt und Bewegtbild miteinander verzahnt.
Die visuelle Sprache zitiert die nüchterne Ästhetik von Medikation und chemischen Warnsystemen. Aus diesem klinischen Ursprung entwickelt sich eine präzise Form von Anziehung und Irritation, die das Spannungsfeld der Clubkultur adressiert, ohne es plakativ zu bewerten.
Die Motive folgen der Logik eines digitalen Kuriositätenkabinetts: Fragmente aus Natur und Technik werden zu neuen Hybriden zusammengeführt. Ein organisches Pflanzenmotiv dient als Projektionsfläche für grafische Mappings, während der Schmetterling als rotierendes, metallisches Objekt den digitalen Raum verlässt. Die zentrale Symbolik, eine dreiäugige Mutation bekannter Ikonen, ergänzt dieses Sammelsurium aus analogen Referenzen und synthetischen Oberflächen zu einem offenen, sich stetig erweiternden Bildsystem.
Das visuelle System ist modular aufgebaut und ermöglicht eine fortlaufende Evolution bei hoher Wiedererkennbarkeit. Konstante Formelemente und Texturen treffen auf variierende Farbklimata und wechselnde Key-Visuals.
Technisch verschmilzt die Gestaltung prozedurale 3D-Elemente aus Blender mit präziser Typografie in Photoshop und Illustrator. Durch die Einbettung plastischer Renderings in flache grafische Kontexte entsteht eine hybride Bildsprache zwischen Tiefe und Fläche. Diese Ästhetik wird über Animationen und raumgreifende Installationen direkt in die physische Umgebung der Events übersetzt.
Grafikdesign · Poster Design · Event Identity · 3D-Integration · Installation & Raumgestaltung
Blender · Photoshop · Illustrator
Crystal Mike · Darihu · LX Laut · Mark Radion
inni137
Nr.z.P., Bielefeld




